Apotheken-Kundenkarte im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen
MEDIENINFORMATION von Bayerischer Landesapothekerkammer und BAV Bayerischer Apothekerverband e.V. Apothekensprecherin Binkert rät daher vor allem älteren Patienten, mit dem Apotheker ihres Vertrauens über eine Apotheken-Kundenkarte zu sprechen. „Wie schwerwiegend ein arzneimittelbezogenes Problem ist und wie es vermieden werden kann, hängt besonders bei älteren Patienten vom Einzelfall ab“, erklärt Binkert: „Daher sollten vor allem bei Patienten mit mehreren Krankheiten die Auswahl und die Dosierung aller Medikamente aufeinander abgestimmt sein. Zusätzlich sollte die gesamte Medikation regelmäßig überprüft werden.“
„In Deutschland sterben jedes Jahr mehr Menschen an Wechselwirkungen von Medikamenten oder weil Präparate falsch eingenommen wurden, als im Straßenverkehr“, sagt Apothekerin Katrin Binkert, Sprecherin der Apotheker im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen.
Ältere Menschen leiden häufiger an arzneimittelbezogenen Problemen, denn im Alter verändert sich die Verarbeitung von Medikamenten durch den Körper und damit deren Wirkung. Außerdem werden häufiger mehrere Arzneimittel gleichzeitig eingenommen.

Apotheker raten vor allem älteren Patienten, mit dem Apotheker ihres Vertrauens über eine Apotheken-Kundenkarte zu sprechen. Foto: ABDA
Bislang sind mehr als 5.000 Wechselwirkungen zwischen Medikamenten bekannt. Solche Interaktionen sind auch bei
Nahrungsergänzungsmitteln möglich. So können beispielsweise Mineralstoffpräparate, die von vielen Patienten als harmlos eingestuft werden, die Wirkung verschiedener Medikamente stören.
Eine Apotheken-Kundenkarte erleichtert dem Apotheker, die patientenindividuellen Wechselwirkungen zu erkennen und sie in Zusammenarbeit mit dem Arzt weitmöglichst zu umgehen. Diesen Service bieten viele Apotheken im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen ihren Stammkunden kostenlos an.
„Nur wenn alle Medikamente einschließlich der Selbstmedikation erfasst sind, kann der Apotheker die relevanten Wechselwirkungen erkennen und die richtigen Maßnahmen einleiten“, sagt Apothekerin Binkert.
Die in der Apotheke gespeicherten Daten unterliegen dem Datenschutz. Bei Einwilligung des Patienten kann der Apotheker mit dem Arzt über mögliche Wechselwirkungen sprechen.




